AUF AUGENHOEHE x TOMMY HILFIGER SOCIAL INNOVATION CHALLENGE


Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge Auf Augenhoehe Fashion for Little people dwarfism inclusive fashion

DE

AUF AUGENHOEHE gewinnt bei der Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge 2019

Die Welt verändern, einen Beitrag leisten, das wünschen wir uns doch irgendwie alle. Aber wo fängt man an? Wir vom Berliner Startup AUF AUGENHOEHE haben beschlossen, dass wir die Modewelt gewaltig umkrempeln wollen. Unser Ziel: Kleidung für Menschen, die von der Modeindustrie nicht berücksichtigt werden. Die Idee dazu hatte unsere Gründerin Sema Gedik. Heute besteht unser Team zusätzlich aus Elisabeth Kitzerow, die unsere Social Media Präsenzen rockt und die Website designt und Natalia Wisniewski, unsere Strategieexpertin, die das Unternehmen auf Kurs hält.

Zusammen machen wir Mode für Menschen mit Kleinwuchs. Als junges Design-Startup steht man dabei vor den verschiedensten Aufgaben, die auch abseits vom Entwickeln von Produkten und dem Pflegen eines Webshops liegen. Wie kann man Nischenprodukte auf den Markt bringen und gleichzeitig als Unternehmen wachsen? Am Anfang geht das oft nur mit Hilfe von außen. Stipendien und Wettbewerbe sind hier eine gute Möglichkeit. Zum einen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten, aber auch um ein Netzwerk aus Experten, Mentoren und Coaches aufzubauen. Wir haben uns daher sehr gefreut, als wir im Frühjahr 2018 von der Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge gehört haben.

Erfahren haben wir davon dann auch durch das besagte Netzwerk. Hier also nochmal ein Shoutout an die Kreativ- und Kulturberatung Berlin! Wir haben uns also die Teilnahmebedingungen angesehen und gedacht: “Das passt perfekt!”

Unsere Bewerbung haben wir im Team auf die Beine gestellt und uns zu Themen die Köpfe zerbrochen, wie unserer persönlichen Mission und unserem Social Impact. Tatsächlich ging dann alles ganz schnell. Schon wenige Wochen später wurden wir zur nächsten Runde eingeladen. Diesmal ging es darum, die unternehmerische Seite näher zu beleuchten und Antworten zum Businessmodel, Markt und Zielgruppe zu geben. Unsere Arbeit zahlte sich aus und wir haben es bis in das Finale geschafft. Rund 700 Unternehmen, Initiativen und Start-Ups hatten sich beworben, jetzt waren wir schon unter den letzten sieben.

Als ein Teil des Gewinnes für alle sieben Finalisten wurden wir von der Tommy Hilfiger Gruppe zu einem Designsprint nach Amsterdam eingeladen. Hier sollten wir eine zentrale Fragestellung entwickeln, deren Beantwortung unser Unternehmen weiter nach vorne bringen würde. Zusammen mit einem Team aus Mitarbeitenden der Agentur OneUp (einer Start-Up-Thinking Agentur in Amsterdam) und Tommy Hilfiger wurde vom anfänglichen Briefing bis hin zum Prototyping gearbeitet. Am Ende hatten wir interessanten neuen Input, den wir in den folgenden Monaten umsetzen konnten.

Im Anschluss galt es aber, alles in die Vorbereitung des Pitches im Januar zu stecken. Einen guten Pitch vorzubereiten dauert lange. Ideen werden entwickelt, umgeworfen, wieder aufgenommen um dann doch etwas anderes zu machen, aber genau dieser Prozess kann am Ende einen guten Pitch ausmachen. Als Unterstützung wurde allen Teams David Beckett, ein fantastischer Pitch-Coach, zur Seite gestellt. Er begleitete unsere Vorbereitungen mit konstruktivem Feedback und seiner jahrelangen Erfahrung. Wir haben also die komplette Weihnachtszeit damit verbracht, den Pitch vorzubereiten, denn wir wussten, wie wichtig diese Chance für uns als Unternehmen war. Der Druck war groß, auch schon beim Probepitch unter Freunden in Berlin, die unserem Vortrag mit sehr gutem Feedback den letzten Schliff verpasst haben. Jetzt hieß es nur noch proben, proben, proben. An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal herzlich bei all denjenigen bedanken, die uns mit Feedback und Anregungen im letzten Jahr unterstützt haben. Dann ging es wieder nach Amsterdam. Noch einmal drei Tage Vorbereitung, Akklimatisierung, Präsentationsfeinschliff und Pitchtraining mit Coach David. Was hier ein bisschen nach Urlaub klingt, bestand tatsächlich aus durchgeplanten Tagen voller Trainings, Pep-Talks und Briefings vom Tommy Hilfiger Team, immer das AUF AUGENHOEHE Tagesgeschäft im Hinterkopf.

Bei den Generalproben lernten wir auch die anderen Teilnehmer kennen. Wir waren begeistert, wie divers die Auswahl der Finalisten getroffen wurde. Alle hatten eine Verbindung zur Wertschöpfungskette der Modeindustrie, aber auf den unterschiedlichsten Ebenen.

Zuletzt kam der große Tag: Montag, Pitch day! Den Zeitslot kannten wir: 12.05 - 12.30 Uhr ging es in den Jury-Raum, inklusive beeindruckender Aussicht auf den Amsterdamer Hafen. 7 Minuten Pitch und 20 Minuten Frage-Antwort-Runde mit der Jury bestehend aus Tommy Hilfiger, Tommy Hilfiger CEO Daniel Grieder, CFO Martijn Hagman, Katrin Ley von Fashion for Good, Willemijn Verloop, Felipe Santos und Arizona Muse, waren unheimlich schnell vorbei. Positiv gestimmt kamen wir aus dem Pitch – es war alles gut gelaufen und wir hatten das Gefühl, die Vision von AUF AUGENHOEHE angemessen vertreten zu haben. Am Nachmittag ging es dann weiter zu einem öffentlichen Pitch, den Tommy Hilfiger als großes Event zur Social Innovation Challenge veranstaltete. Moderiert von David Beckett hatten alle Teams nochmal die Chance vor rund 400 Besuchern ihr Unternehmen vorzustellen. Hierfür hatten wir auch einen kleinwüchsigen Bekannten aus Amsterdam eingeladen, um gemeinsam den Tag zu feiern.

Nach der Vergabe eines Publikumspreises mit Saal-Voting, standen dann Tommy Hilfiger und Daniel Grieder auf der Bühne, um die Gewinner zu verkünden. “And one of the winners of the Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge this year is: AUF AUGENHOEHE!”

Wir hatten gewonnen! Neben den Teams von Selina Wamucii und doctHers konnten wir ein Preisgeld, ein 1-jähriges Mentorship mit Tommy Hilfiger und einen Platz in der INSEAD Academy unser Eigen nennen.

Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt und um ehrlich zu sein, ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen. Wir haben viel vor mit AUF AUGENHOEHE und zur Umsetzung einiger Projekte benötigen wir finanzielle Unterstützung. Aber jetzt können wir so richtig anfangen unsere Ziele Realität werden zu lassen. Apropos Realität: So richtig realisiert, dass wir gewonnen haben, haben wir lustigerweise erst ca. eine Woche später, als die erste Mail von den Projektmanagern bei Tommy Hilfiger kam.

Wir können jetzt schon sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Die Unterstützung durch Tommy Hilfiger, die Learnings vom Designsprint und auch die Planung der nächsten Kollektion gehen durch die finanzielle Unterstützung noch leichter von der Hand. Wir haben viel mit AUF AUGENHOEHE vor und freuen uns, wenn Ihr uns weiter auf diesem Weg begleitet. Zusammen können wir ein wenig die Welt verändern.

Mehr Bilder gibt es nach dem englischen Teil.

EN

AUF AUGENHOEHE wins at the 2019 Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge

Changing the world for the better, that's something we all want. But where to start? We from the Berlin-based start-up AUF AUGENHOEHE have decided to turn the fashion world upside down. Our goal: Fair fashion accessible for everyone, also for people who have been neglected from the fashion industry so far. The idea comes from the founder Sema Gedik. Today, our team also consists of Elisabeth Kitzerow, who rocks our social media presences and designs the website, and Natalia Wisniewski, our strategy expert, who keeps the company on track.

Together we make fashion for people with dwarfism. As a young design startup, you face a wide variety of tasks, that go beyond simply developing products and maintaining a web shop. How can you bring niche products to market while growing as a company? In the beginning, this can often only be done with help from external supporters. Scholarships and competitions are a good option here. On the one hand, to get financial support, but also to build a network of experts, mentors and coaches. We were therefore delighted to hear about the Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge in spring 2018.

We learned about it through said network. Here we want to take the chance for a big shout-out to the creative and cultural consultancy Berlin! We then looked at the terms and conditions for participating and thought, "That fits perfectly!"

For the application we racked our brains about topics such as the vision of the company and our social impact. Suddenly everything went very quickly. Just a few weeks later we were invited to the next round. This time it was about taking a closer look at the entrepreneurial side and providing answers about the business model, market potential and target group. Our work paid off and we made it to the final. Around 700 companies, initiatives and start-ups had applied, now we were already among the last seven teams.

As part of the award, we were invited to Amsterdam by the Tommy Hilfiger Group for a design sprint. Here we would work on solving a critical business. Together with a team of employees from the agency OneUp (a start-up thinking agency in Amsterdam) and Tommy Hilfiger, we worked on our question from the initial briefing to prototyping. In the end, we had interesting new input that we were able to implement in the following months.

Following that, it was time to put everything into preparing the pitch in January. Preparing a good pitch takes a long time. Ideas are developed, overturned, re-absorbed and then completely re-thought, but it is precisely this process that can make a good pitch in the end. As a support during this process all teams worked together with David Beckett, a fantastic pitch coach. He accompanied our preparations with constructive feedback and years of experience. We spent the full holiday season preparing the pitch, because we knew how important that opportunity was to increase momentum around inclusive fashion. The pressure was high, even at the trial pitch among friends in Berlin, who gave the finishing touches to our pitch. Now it was just a question of rehearsing, rehearsing, rehearsing. At this point, we would like to thank once again all those who have supported us with feedback and suggestions over the last year. Then we went back to Amsterdam. Another three days of preparation, acclimatization and pitch training with Coach David. What sounds a bit like holidays here, actually consisted of packed days full of training, pep talks and briefings from the Tommy Hilfiger team, always the AUF AUGENHOEHE day-to-day business in mind.

During the dress rehearsals, we also got to know the other participants. We were thrilled with how diverse the selection of finalists was made. All had a connection to the value chain of the fashion industry, but at a wide range of levels.

And then it was finally the day of days: Monday, pitch day! We knew the time slot: 12.0m-12.30pm we went to the jury room. 7 minute pitch and 20 minutes of Q&A with the jury consisting of Tommy Hilfiger, Tommy Hilfiger CEO Daniel Grieder, CFO Martijn Hagman, Katrin Ley of Fashion for Good, Willemijn Verloop, Felipe Santos and Arizona Muse, were over quicker than we would have thought. We came out of the pitch with a good feeling – it had all gone well and we felt we had adequately represented the vision of AUF AUGENHOEHE. Then in the afternoon we went on to a public pitch, which Tommy Hilfiger hosted as a big event to the Social Innovation Challenge. Hosted by David Beckett, all teams had the chance to present their company in front of around 400 visitors. To celebrate this occasion together with us, we had invited a friend of ours from Amsterdam that also has dwarfism.

After presenting the audience price, Tommy Hilfiger and Daniel Grieder took the stage to announce the winners. “And one of the winners of the Tommy Hilfiger Social Innovation Challenge this year is: AUF AUGENHOEHE!”

We won!  Together with the teams of Selina Wamucii and doctHers, we were awarded with a grant, a 1-year mentorship from Tommy Hilfiger and a place in the INSEAD Academy.

The hard work has paid off and to be honest, took load off our minds. We still have a long way to go with AUF AUGENHOEHE and to get certain projects going we need financial support. But now we can really begin to make our goals a reality. Speaking of reality: The first time we truly realized that we won was about a week later, when we got the first mail from the project managers at Tommy Hilfiger.

We can already say that the effort was worth it. The support of Tommy Hilfiger, the learnings from the design sprint and also the planning of the next collection are even easier to do with the financial support. We have a lot of plans and look forward to you joining us on this path. Together, we can change the world bit by bit.

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Pictures by Tommy Hilfiger/ PVH Europe